Mitstreiter gesucht – Dartsportgruppe legt endlich los!

Im November haben wir dazu aufgerufen sich zu melden, wenn man Lust auf Dartspielen hat. Das Feedback war gut. Interesse im Dorf ist vorhanden, nur Corona hat gebremst – insofern gehen wir jetzt erst den nächsten Schritt.

Der Schützenverein Grußendorf lädt am Donnerstag 17.03. um 19 Uhr im Schützenheim zum „Kickoff“ der Dartsportgruppe ein. Willkommen ist jeder, der Interesse am Thema Dartsport oder auch am Schützenverein allgemein hat. Für diesen Tag sind folgende Punkte geplant:

  • Willkommen & Rundgang Schützenheim (für die, die noch nicht vor Ort waren)
  • Offener Austausch: Was ist die Idee des Schützenvereins und welche Vorstellungen habt Ihr zur Dartsportgruppe?
  • Tagessieger in kleinem Turnier auswerfen

Die Veranstaltung findet selbstverständlich zu den dann geltenden Hygienebedingungen statt. Wir gehen aktuell von 2G+ und Maskenpflicht aus – die Infos dazu gibt es vor dem Termin auch auf unserer Homepage!

Weitere Interessenten melden sich gerne über das Kontaktformular oder unter darts@schützenverein-grussendorf.de.

Gut Schuß & Good Darts!

Drei Enten zum Jahresauftakt!

Das Schützenjahr beginnt beinahe schon traditionell mit einem Ersten kleinen Höhepunkt im Schießkalender.  Zu den ersten drei Trainingsterminen im Januar findet das Entenschießen statt. Geschossen wird mit 10 Schuss Luftpistole auf verdeckte Scheibe. Tagessieger, und damit Gewinner einer tiefgefrorenen Ente, wird derjenige mit der höchsten Schnapszahl bzw. der besten Annäherung an eine Schnapszahl.

Die drei Tagessieger in einem launigen und vielversprechendem Auftakt in das Jahr waren:

  • Hartmut Cordes: 78 Ring
  • Nora Dörge: 55 Ring
  • Marc Jablonski: 77 Ring

Allen Tagessiegern einen guten Appetit und Schützenbruder Lutz Berneis ein dickes Dankeschön für das Sponsern der Enten.

Corona-Update – Das Übungsschießen hat wieder begonnen

Die Grußendorfer Sportschützinnen und Sportschützen nehmen das Training wieder auf!

Das Hygienekonzept des letzten Jahres bildet weiterhin die Grundlage – für die ersten Trainingstage im Januar. Aktuell gilt 2G+ für das Betreten des Schützenheimes.

Folgende Trainingszeiten sind ab sofort verfügbar:

Jugend:
jeden Dienstag (ab 18.01.) 18:00 – 19:00 Uhr

Alle Mitglieder:
jeden Dienstag (ab 11.01.) 19:00 – 21:00 Uhr

Durch das Zusammenlegen der Schießzeiten von Jugend und Erwachsenen ab 19 Uhr ergibt sich für die Jugendlichen die Möglichkeit notfalls auch etwas später zum Schießen zu kommen, falls sie es nicht pünktlich um 18 Uhr schaffen.

Das Hygienekonzept hängt im Schützenheim aus und ist zu jeder Zeit zu berücksichtigen.

Folgende Rahmenbedingungen gelten für den Schießbetrieb:

  • Innerhalb des Gebäudes ist während des Schießbetriebs eine FFP2 Maske zu tragen, die nur an den Schießständen abgenommen werden darf
  • Es sind vier Luftdruck- und zwei Kleinkaliberstände freigegeben
  • Gastschützen melden sich bitte über das Kontaktformular zu einem Schießen an. Die Möglichkeiten einer Teilnahme prüfen wir dann entsprechend der jeweils geltenden Vorschriften individuell.

Im Gastrobereich (großer Tisch) gilt zusätzlich :

  • Bei einem Sitzabstand von 1,5 Metern kann die Maske abgenommen werden.

Bleibt gesund und „Gut Schuß“!

Absage aller Termine bis zum Jahresende

Liebe Schützenschwestern, liebe Schützenbrüder, wir hatten am 27.11.2021 eine gemeinsame Sitzung der Schießwarte und der Vorsitzenden und haben über die weitere Vorgehensweise hinsichtlich des angepassten Warnstufen-Konzeptes des Landes Niedersachsen beraten.

Es ist fest zu erwarten, dass ab kommenden Dienstag oder Mittwoch die Warnstufe 2 für den Landkreis Gifhorn gelten wird. Dies bedeutet, dass sowohl das Schießen als auch gesellige Treffen künftig unter 2G+ Bedingungen (Geimpft, Genesen und offiziell getestet) stattfinden müssen und FFP2 Masken zur Pflicht würden. Die Verantwortung der Überwachung obliegt den Vorsitzenden. Dies würde es von den Schießwarten und allen Teilnehmenden einfordern, sich vor den Trainingstagen in einem Testzentrum testen zu lassen. Dieser zusätzliche zeitliche Aufwand ist in der Form nicht allen Schießaufsichten und Verantwortlichen möglich, zumal der Landkreis noch nicht wieder die Testkapazität vom Anfang des Jahres aufgebaut hat und hier mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen ist. Auch die meisten Trainierenden haben im Gespräch signalisiert, dass sie diese Option dann eher nicht oder höchstens sporadisch in Anspruch nehmen würden. Darüber hinaus hat sich in den letzten Tagen bereits gezeigt, dass auch das erforderliche Lüftungskonzept mit dauerhaftem Querlüften in den Wintermonaten einen „gemütlichen Abend“ nicht so richtig ermöglicht.

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden ab Mittwoch den 01.12. vorerst alle Termine bis Jahresende abzusagen. Am Dienstag 30.11. findet noch ein Trainingstag unter den dann gültigen Hygiene-Anforderungen statt (Information des Landkreises beachten!). In erster Linie soll dieser Tag es den SchützInnen, die noch Leistungsergebnisse im Rahmen von Rundenwettkämpfen erbringen müssen, ermöglichen diese am kommenden Dienstag einzuschießen.

Die Absage betrifft sowohl die weiteren Trainingstermine wie auch den Erste-Hilfe-Lehrgang der Schießwarte, den Kameradschaftsabend, den Monatsbecher der Damen und die Weihnachtsfeier.

Wir möchten an dieser Stelle klar stellen, dass angesichts der Auslastung in den Kliniken und des zu erwartenden weiteren Anstiegs der Fallzahlen in Niedersachsen eine Verschärfung des Hygienekonzeptes seitens des Landes absolut nachvollziehbar und notwendig ist. Der damit verbundene zusätzliche Aufwand und das an kalten Tagen schwer einzuhaltende Lüftungskonzept erlaubt aber einen Trainings- und Schützenheimbetrieb in der herkömmlichen Form nicht. Wir beobachten, wie sich die Lage entwickelt und inwiefern wir ab Januar mit einem alternativen Konzept (Training in Kleingruppen) zumindest einen rudimentären Schießbetrieb ermöglichen können.

Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, da das Vereinsleben erneut einen kleinen Dämpfer erfährt und wir uns auf jeden Trainingseinheit und jeden geselligen Abend mit Euch wirklich freuen. Bei Fragen oder Anmerkungen zu diesem Vorgehen wendet Euch bitte direkt an Eure Vorsitzenden – wir haben jederzeit ein offenes Ohr für Eure Anliegen.

P.S.: Wir haben für 2022 bereits ein attraktives Programm mit ein paar Neuerungen geplant – Ihr dürft gespannt sein. Mehr darüber erfahrt Ihr im Dezember.

Schützenverein unterstützt beim Ticketverkauf des Oktoberfestes

Am 09.Oktober findet in Grußendorf auf dem Festplatz ein Oktoberfest statt. Unser Festwirt Walter Stendel ist daher mit der Bitte an uns herangetreten, Ihn bei der Kommunikation und beim Ticketverkauf zu unterstützen. Aufgrund unserer langjährigen Partnerschaft haben wir dem gerne zugestimmt. Hier findet Ihr daher die wichtigsten Fakten zum Fest und wie Ihr Tickets kaufen könnt. Wir ergänzen diese Liste regelmäßig, wenn neue Fragen auftauchen.

Wann und Wo findet das Fest statt?
Am 09. Oktober 2021 auf dem Festplatz in Grußendorf. Einlass ab 18 Uhr

Welche Corona-Regeln gelten für das Oktoberfest?
– Einlass nach den 3G Regeln mit offiziellem Nachweis (Geimpft, Genesen, Getestet)
– Maskenpflicht auf dem Festzelt bis zum Erreichen des Sitzplatzes
– Verzehr von Speisen und Getränken ist ausschließlich am Platz möglich

Wie komme ich an die Tickets?
Wir vom Schützenverein haben dem Veranstalter angeboten, ihn beim Ticketverkauf im Vorfeld zu unterstützen. Ihr könnt Tickets zu folgenden Zeiten am Schützenheim Grußendorf erwerben:
– Montag 27.09., 19:00 Uhr – 20:00 Uhr
– Donnerstag 30.09., 19:00 Uhr – 20:00 Uhr
– Dienstag 05.10., 20:00 – 21:00 Uhr
Um die Organisation zu erleichtern würden wir uns über eine Vorabreservierung über die Email tickets.grussendorf@gmail.com sehr freuen.

Kann ich mir einen Tisch im Saalplan aussuchen?
Das ist diesmal leider nicht möglich. Die Bestuhlung kann erst abschließend geplant werden, wenn die Anzahl der Gäste feststeht. Es wird 6er Tische geben, die ggf. auch als 12er Tische zusammengeschoben werden können – wenn Ihr Euch als 6er Gruppe anmeldet sitzt Ihr in jedem Fall auch zusammen an einem Tisch.

Darf man tanzen?
Klar – es wird eine Tanzfläche und tolle Livemusik geben. Nach aktuellem Stand ist tanzen aber derzeit nur mit Maske erlaubt.

Gibt es eine Abendkasse?
Das steht noch nicht fest. Die finale Planung der Bestuhlung erfolgt erst, nach Abschluss der drei Verkaufstermine. Wenn dann noch Kapazitäten offen sind könnte eine Abendkasse geöffnet sein. Am besten Ihr holt Eure Tickets jetzt schon ;-).

Wir wurden von einigen gefragt: „Warum gibt es ein Oktoberfest aber kein Schützenfest / Dorfpokalschießen?“
Zur Klarstellung: Das Oktoberfest führt nicht der Schützenverein durch. Veranstalter und damit verantwortlich für die Abstimmung mit den Behörden und die Ausarbeitung und Umsetzung eines Hygienekonzeptes ist unser Festwirt Walter Stendel, den wir aufgrund unserer jahrelangen Partnerschaft bei der Kommunikation und beim Ticketverkauf unterstützen.
Wir als Schützenverein wären als verantwortlicher Veranstalter nicht in der Lage, ein Dorfpokalschießen oder die vielfältigen Aktionen rund um ein Schützenfest mit dem Marschieren, der Scheibenanbringung beim König, Königsschießen, Spiele beim Kinderschützenfest, etc. unter Einhaltung der geltenden gesetzlichen Corona-Auflagen sicherzustellen. Daher haben wir für 2021 beide Termine absagen müssen, wie eben auch der TreckerTreck oder der Adentsbasar aus diesen Gründen nicht stattfinden konnten / können.

Generalversammlung 2021 – Nach 18 Jahren ein Wechsel an der Spitze

Der 1. Vorsitzende Peter Schillberg begrüßte nunmehr zum 17. Mal die Mitglieder des Schützenvereins Grußendorf zur Generalversammlung, die aufgrund der Pandemie erst jetzt und nicht wie üblich im Januar durchgeführt wurde. 

Aufgrund der Coronakrise fanden im Jahr 2020 leider keine Veranstaltungen statt. Auch der Schießbetrieb musste nach dem „Entenschießen“ im Frühjahr eingestellt werden und konnte nur im Sommer 2020 noch einmal eingeschränkt für eine kurze Zeit aufgenommen werden. 

Die durchgeführten Vorstandswahlen bestätigten die 1. Kassenführerin Joanna Asche und den 1. Schriftführer Stefan Büggener einstimmig in ihren Ämtern. Als 2. Vorsitzende wird zukünftig Michaela Odendahl den Schützenverein unterstützen und die Koordination des Festausschusses verantworten.

Nach fast 17 Jahren als 1. Vorsitzender erklärte Peter Schillberg, dass er sein Amt nicht weiter ausüben werde. Zu seiner Nachfolge wurde einstimmig Marcus Cordes gewählt. Dieser bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und freut sich auf die Zukunft, die nur mit allen gemeinsam bewältigt werden kann. 

Marcus Cordes und Michaela Odendahl – Die neuen Vorsitzenden des Schützenvereins Grußendorf

Marcus Cordes und Michaela Odendahl bedankten sich bei dem ehemaligen 2. Vorsitzenden Ralf Tepper und dem ehemaligen 1. Vorsitzenden Peter Schillberg für Ihre geleistete Arbeit im Verein.

Zum Abschluss der Sitzung wurde Peter Schillberg zur Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste unter Standing Ovations zum Ehrenvorsitzenden des Schützenvereins Grußendorf ernannt. 

Wie sich der neue Vorstand zusammensetzt findet Ihr hier: Vorstand des Schützenvereins

Alle in die Zehn! – Schützinsteckbrief von Corinna

Wer bist Du und was machst Du im Schützenverein?
Hallo, ich bin Corinna und bin seit 24 Jahren im Schützenverein Grußendorf. Aktuell bin ich 2. Kassenführerin und ansonsten findet ihr mich da wo helfende Hände gebraucht werden. Mein Herz schlägt für die Disziplin Luftgewehr stehend Freihand.

Warum bist Du eingetreten und seit wann bist Du Dabei?
Schützenfest gehört für mich schon mein Leben lang dazu. Ich bin quasi damit Groß geworden und hätte mir nicht vorstellen können, dass eine f****** Pandemie uns unser Schützenfest nun das zweite Jahr in Folge nehmen kann.
Ich bin mit 9 Jahren in den Schützenverein eingetreten, angefangen habe ich in der Schützenjugend und nun bin ich bei den Damen.

Was war Dein Bestes Schießergebnis / schönstes Schieß-Erlebnis?
Da würde es vieles geben!
Mein bestes Schießergebnis: im Training 394 Ring und im Wettkampf 391 Ring.
Mein schönstes Schieß-Erlebnis: Damenkönigin und Sassenburgkönigin 2013
Mein größter Erfolg: Teilnahme in der Verbandsoberliga mit der 1.Mannschaft des Schützenverein Triangel.

Welche persönliche Tradition pflegst Du zum Schützenfest?
Blusen/Hemden und Röcke/Hosen für das komplette Schützenfestwochenende aufbügeln und Strumpfhosen auf Vorrat kaufen.
Cousin und Cousinen Alster am Freitag vor dem ersten Antreten.

Corinna, Du hast im Schützenverein Grußendorf das Schießen gelernt und vor kurzem noch auf einem ziemlich hohen Niveau geschossen. Wie kann man sich das vorstellen? Wie oft trainiert man?
Ich wurde vor einigen Jahren vom Schützenverein Triangel angesprochen, ob ich nicht Lust hätte in der Bezirksliga Mannschaft mitzuschießen. Es war natürlich keine einfache Entscheidung, aber schießsportlich gesehen war es für mich die beste Entscheidung. Die Sportschützen in Triangel sind begeisterte Wettkampfteilnehmer und jeder ist auch im Training ehrgeizig dabei.

Die wenigsten von uns haben schonmal auf diesem hohen Niveau geschossen. Wie läuft ein Wettkampftag ab?/strong>
Die 1.Mannschaft hat sich mittlerweile in die Verbandsoberliga hochgeschossen, danach kommen nur noch die 2. und die 1. Bundesliga. Es ist kein typischer Wettkampf wie ihn die meisten von uns kennen. Ab der Bezirksliga startet man in Mannschaften mit fünf Schützen. Diese Schützen haben eine Position innerhalb der Mannschaft, die sich nach dem geschossenen Ergebnis richtet. Während des Wettkampfes schießt man nun gegen den Schützen der gegnerischen Mannschaft auf der selben Position. Es geht also in diesen Wettkämpfen nicht darum der beste Schütze der eigenen Mannschaft zu sein, sondern man muss nur besser wie sein Gegner schießen um für die eigene Mannschaft den Punkt zu holen. Das ist für mich das Reizvolle an dem Ligaschießen, dieses Mann gegen Mann. Wir bekommen während des Wettkampfes immer die aktuellen Zwischenergebnisse durchgesagt und können so die Situation einschätzen, liege ich vorn oder liege ich zurück und muss aufholen. Es geht also nicht nur um das Schießen an sich, sondern auch wer hat seine Nerven unter Kontrolle.
Dieses trainieren wir auch manchmal im normalen Training indem wir unter Wettkampfbedingungen schießen. Das regelmäßige Training findet üblicherweise ein- bis zweimal die Woche statt.

Und wie bekommt man die Nervosität in den Griff? Gibt es da Tricks, die Du anwendest?/strong>
Die persönliche Vorbereitung am Wettkampftag gestaltet jeder für sich selbst. Ich bin ein Mensch, der die Routine braucht. Ich bin gerne zeitig am Wettkampfort um mir den Schießstand und auch die Gegner schon mal anzuschauen. Meine Wettkampfnervosität bekomme ich, bzw. versuche ich es , durch die Routine in den Griff zu bekommen.
Ansonsten versuche ich während des Wettkampfes im Tunnelblick zu bleiben und mich nicht von dem drumherum ablenken zu lassen. Der einzige Blick geht zu den Ergebnissen meines Gegners.
Für mich ist das Schießen ein Ausgleich zum Alltag um zur Ruhe zu kommen.

Schlusswort. Was wünscht Du dem Schützenverein zum Jubiläum?
Ich wünsche dem Schützenverein Grußendorf alles Gute zum 100jährigen Jubiläum.
Für die Zukunft würde es mich freuen wenn das Vereinsleben wieder mit der Gestaltung aller Vereinsmitglieder auflebt.

Danke Corinna und weiterhin viel Erfolg und Gut Schuß!

Veronika die Erste! – Interview mit unserer ersten Königin

Im Stile von Rolf Seelmann-Eggebert habe ich mich auf den Weg gemacht und unsere amtierende Königin Veronika am Donnerstag vor unserem (nicht stattfindenden) Schützenfest getroffen. Es wurde ein sehr ausführliches und auch persönliches Gespräch, bei dem Veronika auch ein liebevoll gestaltetes Fotoalbum herausgeholt hat, in dem Sie viele Erinnerung festgehalten hat. Für das Gespräch und das Teilen der Erinnerungen möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Auszüge aus dem Gespräch sind hier nun wiedergegeben.

Wer bist Du und was machst Du im Schützenverein?
Hallo, ich bin Veronika und bin die amtierende Schützenkönigin. Ansonsten bin ich immer dabei wenn irgendwo eine helfende Hand benötigt wird.

Warum bist Du eingetreten und seit wann bist Du im Schützenverein dabei?
Ich bin seit dem 1.8.2002 dabei – im nächsten Jahr mache ich die 20 voll! Ja – familiär kannte ich den Verein ja schon sehr lange, aber ich wollte nie ein Gewehr in die Hand nehmen. Eines Tages haben Karin und Evi mir beim DRK einfach ein Beitrittsformular hingelegt, mich ein bisschen bequatscht und ich bin eingetreten. Weil ich so schlecht nein sagen kann!
Dann war ich jahrelang förderndes Mitglied. Ja, und dann sind Marion und ich das erste Mal mitmarschiert als Patrick König war. Das war 2012 und hat mir sehr gut gefallen.
Na und so habe ich mir irgendwann vorgenommen, selbst auf die Königsscheibe zu schießen. Zu Anfang war ich nur Begleiterin aber dann hat es in 2019 endlich geklappt.

Veronika, Du hast es gerade selbst gesagt. Du bist nun seit 2019 Majestät des Grußendorfer Schützenvereins. Dass die Pandemie Deine Amtszeit auf 3 Jahre verlängert ist schon einmalig in unserer Geschichte. Darüber hinaus gibt es aber noch etwas einmaliges – Du bist die erste Frau, die diese Würde errungen hat.
Wie hast Du die Königinnenzeit denn erlebt in der Vorpandemie-Zeit?
Das Schützenfest ist für mich immer das höchste Fest hier im Dorf – da nehme ich mir immer eine Woche für frei und da macht es noch mehr Spaß, nicht nur als förderndes sondern als aktives Mitglied dabei zu sein. Und als Schützenkönigin war es nochmal etwas besonderes, weil ich von so vielen Leuten Unterstützung erfahren hatte.

Wie war denn gerade die Anfangszeit – wurdest Du akzeptiert oder musstest Du Dich erst durchsetzen?
Ich musste mich nicht erst durchsetzen. Von allen Freunden wurde ich sowieso sofort akzeptiert und es wurden schon Pläne gemacht und alles organisiert, bevor ich mir selbst der Sache so richtig bewusst war. Von Anfang bis Ende haben mich die Forellen (Anmerkung: „Die Forellen“ ist ein anderer Verein, in dem Veronika Mitglied ist) überragend unterstützt.

Und gibt es einen Moment, den Du besonders in Erinnerung hast oder der Dich besonders gerührt hat?
Ähm…(überlegt kurz) Das war in dem Moment, als die Scheibe an das Haus genagelt wurde. Ich wusste damals bereits, was auf der Rückseite der Scheibe steht. „Zu Ehren meines Vaters, Heinrich Deierling“. Er wollte immer gerne Schützenkönig werden, hat aber immer wieder Älteren den Vortritt gelassen und hat es dann leider nicht mehr erlebt.

Das Königshaus von 2019

Was würdest Du denn den anderen Frauen unseres Vereins mitgeben? Lohnt es sich „auf Königin“ zu schießen?
Ich würde es schon begrüßen, wenn sich auch die anderen Frauen trauen würden.
Ich glaube viele Frauen haben Respekt vor dem Aufwand oder dem, was damit zusammenhängt und ob alle es so akzeptieren, wenn eine Frau Königin wird. Jahrelang war das ja den Männern vorbehalten. Aber das war mir egal. Und ich hatte damals ja auch schon zwei weibliche Begleiterinnen. Also ich glaube die Grundlage ist gelegt und es wird nun auch weitere Königinnen geben. Mich würde es freuen!

Schlusswort. Was wünscht Du dem Schützenverein zum Jubiläum? Was wünscht Du Dir, was soll die nächsten 5, 10 25 oder auch hundert Jahre noch passieren?
Der Verein ist ein Stück Heimat für mich – ich würde mir insgesamt noch mehr Zusammenhalt wünschen. Und die Jugend aus dem Dorf muss mehr eingebunden werden, damit der Verein auch eine Zukunft hat. Die „Alten“ dürfen keine Sorge haben, den Jüngeren mehr Verantwortung zu übertragen. Die werden Ihre Sache schon gut machen.

Liebe Veronika, vielen Dank für ein tolles Interview! – wir wünschen Dir noch viel Freude im vorerst letzten Jahr als Königin.

Ladies First! – Schützinsteckbrief von Ines

Wer bist Du und was machst Du im Schützenverein?
Ich bin Ines, Damenleiterin, seit 2019 auch Schießsportleiterin und eher nicht so aktive Schützin mit Luftgewehr und Kleinkaliber Gewehr

Warum bist Du eingetreten und seit wann bist Du Dabei?
Ich bin seit 36 Jahren dabei – viele in meinem Freundeskreis waren schon aktive Schützen, auch bei meiner Arbeit gab es einige. Ich habe mir dann gesagt, ich möchte auch mal das Schießen ausprobieren und „Schwupps“ war ich donnerstags nach einigen Probeabenden bei den regulären Schießen dabei, damals noch Luftgewehr stehend freihändig.

Was war Dein schönstes Schieß-Erlebnis?
Wir waren in den 90er auf einem Treffen Wesendorf auf dem Truppenübungsplatz. Das war super, 3 Disziplinen schießen & Panzer fahren. Das war ein tolles Erlebnis. Und eine Urkunde haben wir auch abgegriffen. 🙂
Und wenn Pokalverleihung bei dem Kreisdamentreffen stattfindet und mein Name aufgerufen wird ist das auch immer ein schönes Gefühl.

Welche persönliche Tradition pflegst Du zum Schützenfest?
Freitag und Montag Urlaub nehmen 🙂

Du bist unsere Damenleitung. Welche Aktionen macht Ihr speziell in der Damenabteilung und wie viele Teilnehmer sind dann regelmäßig dabei? 
Seit 2017 bin ich Damenleitung, d.h. ich organisiere alles was wir Schützendamen so veranstalten. Zum Beispiel jeden 1. Donnerstag im Monat schießen wir um einen Monatsbecher in verschiedenen Disziplinen: KK, LG, Dartscheibe. Wir lassen uns da immer was einfallen. Zwischen 12 und 20 Damen sind dann auch regelmäßig dabei, je nachdem, wer wie arbeiten muss.
Im Herbst gibt es dann immer das große Kreisdamentreffen wo wir auch mit einigen Mannschaften (eigentlich Frauenschaften :-)) teilnehmen. Dort findet immer zuerst der Schießwettbewerb statt und ein paar Wochen später ein großes Zusammentreffen mit Kaffeetrinken, Pokalverteilung und Ehrungen. Circa 250 Frauen sind dort aus dem ganzen Landkreis dabei.
Und dann gibt es noch Freizeitaktivitäten: Radtouren, Königsbesuche und was uns grade noch so einfällt.

Schlusswort. Was wünscht Du dem Schützenverein zum Jubiläum?
Ich wünsche uns zu unserem Jubiläum, dass wir es nächstes Jahr nachholen und richtig krachen lassen.
Das unser Schützenfest so gut besucht bleibt, wir immer viel Spaß dabeihaben, der Zusammenhalt weiterhin besteht, und unser Feuerwehrmusikzug uns treu bleibt.

Und für die Zukunft des Vereins wünsche ich mir, dass wir mehr Nachwuchs bekommen damit der Verein weiterhin bestehen bleibt, sich der eine oder andere der jüngeren Generation mal traut ein Amt zu übernehmen.
Und es wäre schön, wenn noch mehr Mitglieder nicht nur zum Feiern kommen, sondern auch mal zum Schießen oder „Schnabbeln“ um mitreden zu können oder vielleicht neue Ideen einzubringen.

Ines, vielen Dank!

Stillgestanden! – Schützensteckbrief von Stefan

Wer bist Du und was Machst Du im Schützenverein?
Ich bin Stefan und derzeit der Kommandeur des Schützenvereins Grußendorf. Zudem unterstütze ich die Vorstandsarbeit als 1. Schriftführer. Im Jahre 2007 durfte ich der Schützenkönig sein, ein Jahr später habe ich dann voller Stolz die Standarte und 2009 die Fahne unseres Vereins getragen. Auch die Würde des Königs der Ex-Könige konnte ich ein paar Jahre später erringen.

Warum bist Du eingetreten und seit wann bist Du Dabei?

Als „Zugezogener“ war es mir wichtig, ein Teil der tollen Dorfgemeinschaft zu werden. Ich habe mich zunächst mal auf unserem Schützenfest sehen lassen, nach und nach sehr nette Schützinnen und Schützen kennen gelernt und nach ein paar Probeschießen im Jahr 2006 in den Schützenverein beigetreten. Für den Schießsport fehlt mir leider das Talent, aber viel wichtiger war und ist mir die Kameradschaft und die Brauchtumspflege.

Was war Dein Bestes Schießergebnis / schönstes Schieß-Erlebnis?

Wie schon geschrieben, fehlt mit das Talent und natürlich, dass muss ich an dieser Stelle zugeben, auch das notwendige, intensive Training für entsprechend gute Schießleistungen. Ich stehe dann doch lieber an der Theke Natürlich war mein persönlich schönster Schießerfolg die Würde des Schützenkönigs erringen zu können. Allerdings war der Wettstreit um den König der Ex-Könige deutlich heftiger.

Welche persönliche Tradition pflegst Du zum Schützenfest?
Vorbereitung ist Alles! Ich besuche die neuen Majestäten, kläre vor Ort die Abläufe und koordiniere zusammen mit der Feuerwehr im Vorfeld die Umzüge. Während des Schützenfestes muss ich als Kommandeur den Überblick behalten, somit muss ich meinen Alkoholkonsum deutlich reduzieren. Immer wahnsinnig nervös bin ich vor unserem Zapfenstreich, den ich im Vorfeld mit dem Feuerwehrmusikzug jedes Jahr einübe. Meine Party beginnt eigentlich erst so richtig, wenn wir Alle den Zapfenstreich zusammen durchgestanden haben. Ach ja, Tradition bei mir ist es am Sonntag vor dem Königsfrühstück gönne ich mir ein bis zwei Fanta-Korn.

Stefan, Du bist unser Kommandeur und auch im richtigen Leben kennst Du Dich mit exerzieren aus – wie war es, so einen „Semiprofessinellen“ Haufen zu übernehmen?
Als aktiver Offizier der Bundeswehr ist es natürlich eine echte Umstellung gewesen, einen Schützenverein zu kommandieren. Aber Dank der tollen Einführung in diese Aufgabe durch meinen Vorgänger und unseren Ehrenkommandeur fiel es mir leichter. Nach den ersten zwei Jahren wurde ich lockerer und ich hoffe, der Verein hat ebenso viel Spaß mit ihrem Kommandeur, wie ich es mit unseren Marschierer/innen habe!

Zum Abschluss. Was wünscht Du dem Schützenverein zum Jubiläum?
Es ist immer eine Gratwanderung, einen gesunden Mix aus Tradition und Moderne zu finden und zu gehen. Ich wünsche uns Allen, dass wir das Vereinsleben nach der Coronakrise wieder aufnehmen und fortführen werden. Gerade das Schützenfest ist unsere Chance, uns dem ganzen Dorf zu präsentieren. Mir fehlt das Schützenfest extrem, umso mehr wünsche ich uns Allen, dass es bald wieder los geht und ich mit Inbrunst rufen darf :“Schützenverein stillgestanden! (Interviewer zuckt zusammen)

Danke Stefan für das tolle Interview!